KlassikAuto Berlin

Sach- und Lachgeschichten aus einer Oldtimergarage



Das bisschen Regen…

von M.Pohle am 11. Mai 2017

Es ist kein Geheimnis, dass ich den Schraubenschlüssel hin und wieder gerne gegen die Fotokamera eintausche. Eine stets willkommene Möglichkeit bietet die abschließende Probefahrt am Ende der Reparatur eines beschraubten Klassikers. Obwohl an einem trüben Frühlingstag im Mai dunkle Regenwolken den Himmel verdeckten, habe ich mich auch diesmal nicht zweimal bitten lassen.

Was der Sonne lieb, ist dem Regen recht...

Sie war der Liebling sportlich ambitionierter Familienväter in Italien: die Lancia Fulvia Berlina.
Wer mit Hauszierde samt Mama, Bambini und opulent gefülltem Picknickkorb flott unterwegs sein wollte, schwor auf die charismatische Limousine. Sechs Jahre nach seinem Debüt im Frühjahr 1963, erhielt das Erfolgsmodell aus Turin nach der Übernahme von Lancia durch den Fiat-Konzern im Jahr 1969 sein erstes und einziges Facelift. Nur drei Jahre später rollten die letzten Exemplare aus den Produktionshallen. Schade. Schließlich verfügte das kantige Familiengefährt ab 1967 über die gleichen Leistungsmerkmale wie die schnittigen Coupés – und bietet heutzutage somit eine erschwingliche Grundlage für ein Engagement im historischen Motorsport. Das erkannte auch der derzeitige Besitzer von KlassikAuto´s Fotomodell, einer Fulvia Berlina der zweiten Serie von 1972. Etliche Aufkleber am Fahrzeug bekunden flotte Begegnungen mit Fuchsröhre, Galgenkopf und Caracciola´s Karussel in der Nordschleife des Nürburgringes.

Warum ein grauer und verregneter Nachmittag es nicht schaffte meine gute Laune zu trüben, sehen Sie, wenn Sie weiterklicken…

{ 3 Kommentare… lesen Sie unten oder schreiben Sie selbst einen }

Bernd Mai 11, 2017 um 18:27

Sehr schöne Fotos

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st.-foto Mai 19, 2017 um 21:42

Hallo Micha,
es sind dann so die kleinen Dinge, die einen ahnen lassen, doch mal wieder auf die Lach- und Sachgeschichten von KlassikAuto Berlin zu schauen (das Foto in der Werkstatt, die Intonation des bisschen Regens und der Hinweis auf eine technisch dringend erforderliche Probefahrt).

Und die Kombination der Kunst des Mechanikers mit den Blick und der Fertigkeit im Umgang mit der Camera kann dann bei einer solchen Wetterlage ein solches Ergebnis bringen. Sehr gelungen.

Ich habe nicht geglaubt, dass die einzelnen (kleinen) Bereiche des Innenraums doch so aufgeräumt, ein Löscher ein Motiv (waren die Sicherungen bewusst entsperrt?) und ein Aufkleber mir unbekannt sein kann (Verniciatura Originale).

Unter diesen Umständen hat diese Probefahrt sicher doppelten Spaß gemacht.

Der Besitzer nickt zustimmend.

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Andreas Juni 21, 2017 um 11:41

Sehr gelungene Fotos.
Hier passt alles zusammen.

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